Libramont 2015:

Eine imposante Veranstaltung, diesmal wieder mit Forstmesse

(Text: Prof. Dr. M. Peters)

« Mit Tausenden von Tieren, den neuesten landwirtschaftlichen Maschinen, ihrer internationalen Ausstrahlung und dem volks­tümlichen Charakter ist die landwirtschaftliche Ausstellung von Libramont einmalig in Europa », erklärte die Managerin Natacha Perat stolz. Aber sie fügte hinzu : « Wir dürfen uns keineswegs auf unseren Lorbeeren ausruhen. Ein Großteil unserer Kunden sind 18, 20 oder 25 Jahre alt; es sind die Betriebsleiter von morgen. Deshalb haben wir dieses Jahr versucht, die Zukunft verstärkt miteinzubeziehen. Die jungen Bauern sind stets per iPhone ver­bunden und alles wird per Computer geregelt. Libramont 2015 war wissenschaftlicher als die vorhergehenden Veranstaltungen und ist trotzdem gemütlich geblieben. »

Wie immer war das Großherzogtum sehr stark vertreten, sowohl was die Aussteller als was die Besucher betrifft. Für letztere waren die Stände der ALCOVIT-Partnerfirmen, Interagri-Dumoulin und Nutrilor beliebte Treffpunkte.

Von immer weiter her

Dies könnte das Motto der Messe von Libramont sein, die ihren inter­nationalen Ruf immer weiter aus­baut. Diese Fachbesucher stammten aus über vierzig Nationen und sind in verschiedenen land- und forstwirt­schaftlichen Bereichen tätig. Begeg­nungen oder Empfänge für offizielle ausländische Delegationen konnten in Zusammenarbeit mit der Agence wallonne à l'Exportation (AWEX) im Internationalen Club organisiert wer­den.

Einer der Höhepunkte war der Besuch des chinesischen Botschafters, Prof. Dr. Qu Xing, der mehrere Jahre in Paris studiert hat und deshalb Europa sehr gut kennt.

International war auch das Team der Aussteller. Etwa 25% kamen aus dem Ausland (gegenüber 17% vor fünf Jah­ren), wobei zehn Länder vertreten waren.

Treffpunkt der Spitzentechnologie

Die Messe von Libramont ist ein Treff­punkt für Hochtechnologie. Dies gilt natürlich an erster Stelle für die land­wirtschaftlichen Maschinen. Aber auch die Baumaschinen-Vorführun­gen sind ein Ereignis, das niemand versäumen wollte.

Im Bereich der landwirtschaftlichen Maschinen wurden die vierundzwan­zig besten in der „Mechanic Show“ vorgestellt.

„GENITEC“ bildete einen Bereich, der für Vorführungen von Baumaschi­nen reserviert war. Diese Maschinen wurden hier unter realen, intensiven Arbeitsbedingungen von erfahrenen Führern präsentiert. Wer aufregende Darbietungen liebt, kam hier voll auf seine Kosten.

Zukunftsträchtige Forstwirtschaft

Unter dem Motto « Der Wald sorgt für uns…sorgen wir uns um ihn! » waren zwei Tage (Dienstag 28. und Mittwoch 29. Juli) der Forstwirtschaft gewidmet.

Ehrengast war dieses Jahr die Groß­region (Luxemburg, Lothringen, Saar­land, Rheinland-Pfalz und Wallonien), deren Fläche 1,5 Millionen Hektar Wald umfasst. Die vier betroffenen Forstverwaltungen (Luxemburg, Frankreich, Deutschland und Belgi­en) waren in Libramont vertreten.

Bei den Vorführungen am 28. und 29. Juli auf einer Strecke von fast fünf Kilometern zwischen Jéhonville und Anloy konnten die Besucher die besten Maschinen – worunter drei Weltneuheiten – im Einsatz sehen.

Neu war dieses Jahr der Geschicklich­keitswettbewerb, wo die Kompetenz der Forstarbeiter und die technischen Aspekte der Maschinen voll zur Gel­tung kamen. In einigen Fällen konn­ten die Besucher sogar ihre eigene Kompetenz testen.

Zugpferd-Darbietungen

Das Ardenner Zugpferd nimmt seit der ersten Messe von Libramont dort einen wichtigen Platz ein.

An jedem Messetag konnten eini­ge Elite-Exemplare im Pavillon des Herdbuchs des Ardenner Zugpfer­des bewundert werden. Fachleute standen Ihnen gleich am Empfang zu ihrer Information und zur Beant­wortung aller Fragen zur Verfügung. An den vier Messetagen in Libramont veranschaulichten spezielle Vorfüh­rungen im kleinen Ring das ganze Know-how der Nutzer des Ardenner Zugpferdes.

Es waren mehrere Werbeveranstal­tungen vorgesehen. An allen Tagen: Vorführungen im „Großen Ring“, am Sonntag ein Wettbewerb „Model­le und Gangarten“ mit mehr als 400 Ardenner Zugpferden.

Sehr spektakulär war die Kraftprü­fung. Mit über 20 Transportarbeitern (Profis und Nichtprofis) wurden hier drei Bereiche geprüft: Wendigkeit, stimmliche Lenkbarkeit (das Pferd durfte nur mit der Stimme gelenkt werden) und Kraft.

Die Kraftprüfung bestand darin, einen Schlitten mit Nahrungsmittelsäcken über 25 Meter geradeaus zu ziehen, wobei die Spur gehalten werden mus­ste. Das Anfangsgewicht von 1000 kg wurde nach jeder gelungenen Strecke um 100 kg erhöht, danach um 50 kg am Ende der Prüfung. Der Teilneh­mer, der die Prüfung mit der läng­sten zurückgelegten Distanz und der größten Last beendete, erhielt 1000 Punkte.

Und zum Abschluss der diesjährigen Messe: ein Gespannmarathon im Wald bei Paliseul, wo es über natürliche Hindernisse ging, hat viele Zuschau­er begeistert.

20 Aussteller aus Luxemburg

Die Liste der luxemburgischen Aus­steller in Libramont ist beeindruc­kend und umfasst viele unterschied­liche Bereiche des Agrarsektors:

AGRI-DISTRIBUTION SA, Noerdange,

AGROTECHNIC sarl, Niederfeulen,

BARTHOLOME-SEYLER, Schweich,

BERNARD-OPTIC - L-9655 Harlange,

BLONDE D'AQUITAINE ZIICHTER LËTZEBUERG, Luxembourg,

BONNAVAL ANGELO, Baschleiden,

Batimentsmoinschers, Strassen,

DDB SA, Troisvièrges,

DRONELAB HOLDING, Pétange,

EDITECH SA, Esch-Sur-Alzette,

FELTEN FRERES, Weicherdange,

FRÖLING - TSD SA, Troisvièrges,

JPL DESIGN SA – Stand, Hosingen,

LELY CENTER VAN LAAR, Urspelt,

LIST, Esch s/Alzette,

LUX GERMES, Rombach-Martelange,

LUXMETALL-BAU, Heinerscheid,

PNC CORPORATE, Luxembourg,

SCHMIT NICO, Hoscheid-Dickt,

VIPLUX, Luxembourg.