CEJA-Kongress in Ettelbrück:

“Empowering young farmers – A Pillar of Europe 2050”

(JC) Gleich zu Beginn der EU-Ratspräsidentschaft hatten die Jongbaueren & Jongwënzer und der Service Jeunesse ihre jungen Berufskollegen aus den EU-Ländern zum CEJA-Kongress nach Luxemburg eingeladen. Mit Blick auf 2050 wurden nationale und EU-Entscheidungen und Themen besprochen, mit denen sich die Jungbauern in Zukunft herum schlagen müssen.

Am 1. Juli diskutierten die Teilnehmer im Klassensaal auf dem Betrieb Leider in Erpeldingen über das Thema „Boden“. Anschließend fuhren alle zur Audienz beim Großherzog Henri. Unser Staatschef informierte sich bei jedem über die vielfältigen Probleme der nationalen wie der europäischen Landwirtschaft.  Während dem gemeinsamen Abendessen referierte Charles Goerens über die Agrarpolitik in der EU.

Am Donnerstag, dem 2. Juli, versammelten sich die Teilnehmer im CAPE. Die Konferenz stand unter dem Motto „Empowering young farmers – A Pillar of Europe 2050“. Nachdem Jeff Boonen die Tagung eröffnet und die Teilnehmer und Ehrengäste begrüßt hatte, richteten Matteo Bartolini, CEJA-Präsident, Jean-Paul Schaaf, Bürgermeister von Ettelbrück und Ressortminister Fernand Etgen Grußworte an die Versammlung.

Der erste Teil der Konferenz behandelte das Thema „Risiken und Chancen der Globalisierung in der Landwirtschaft“. Jean Feyder, ehemaliger Botschafter Luxemburgs bei der UNO und der WTO, bedauerte die Folgen der zunehmenden Globalisierung. Neben anderen Ländern exportiert auch die EU Nahrungsmittel zu Dumpingpreisen nach den Entwicklungsländern, die auch dort erzeugt werden könnten. Mit dieser „Hilfsmaßnahme“ wird den dortigen Bauern die Lebensgrundlage entzogen. Jean-Marc Trarieux von der EU-Kommission verteidigt dagegen die Exporte nach diesen Ländern. Der starke Anstieg der dortigen Bevölkerung verlangt nach weiteren Lebensmittel und Konsumgütern. Winfried Meier erläuterte die Verkaufspolitik des Molkereiriesen ARLA, derweil Beat Röösli vom Schweizer Bauernverband die Rolle der dortigen Landwirtschaft in den internationalen Agrarmärkten darlegte.

Im zweiten Teil wurde über die Zukunft debattiert. „Welche europäische Agrarpolitik 2030/2050?“, so das Thema. Professor Harald Grethe von der Uni Hohenheim zeigte den Wandel auf, welcher die EU-Agrarpolitik in Zukunft einschlagen müsste. Diese Aussagen wurden anschließend kontrovers kommentiert von Marco Gaasch, Martine Hansen, den EU-Abgeordneten Ulrike Müller und Martin Häusling, sowie vom CEJA-Vizepräsident Alan Jagoe.

Im dritten Tagungsteil wurden etliche Kommunikationsprojekte vorgestellt. U.a. auch das von LTA-Schülern gemanagte „Chicken 4 me“.

Am Freitag, 3. Juli, waren die Semi-narteilnehmer zu Gast im Betrieb der Familie Schlechter in Reuler. Danach standen der Besuch der Foire Agricole und ein Treffen mit EU-Agrarkommissar Phil Hogan auf dem Programm.

Der Pink-Valtra war ein echter Blickfang. Empfang der Ehrengäste.
Nationale und internationale Gäste im CAPE. Diskussion über den Vortrag von Prof. Grethe.
Fränz Schlechter stellt den Gästen seinen Betrieb vor. Die CEJA-Mitglieder auf den Öslinger Koppen.
EU-Kommissar Phil Hogan inmitten der CEJA.