Soja made in Luxembourg
Offizielle Feldbegehung und Vorstellung des Projektes LeguTec
Im Rahmen des Projektes LeguTec veranstalteten am 08. Juni 2018 das Institut fir Biologësch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg a.s.b.l. (IBLA) und seine Partner, das Lycée Technique Agricole (LTA), Wolff-Weyland S.A. sowie Geocoptix GmbH, eine offizielle Feldbegehung auf der LeguTec- Versuchsfläche des Bio-Betriebes Mehlen in Manternach. Ein großes Publikum von mehr als 200 Besuchern, darunter auch Ihre Königliche Hoheit, die Erbgroßherzogin, sowie der Minister für Landwirtschaft Herr Fernand Etgen, der Präsident der Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte, Herr Pierre Bley, sowie eine Vielzahl an Landwirten und weiteren Interessierten konnten sich ein Bild von den Forschungsarbeiten rund um den regionalen Anbau der Sojabohne in Luxemburg machen.
Das Projekt LeguTec, welches auf großes öffentliches Interesse gestoßen ist, beschäftigt sich mit der mechanischen Beikrautregulierung im Sojaanbau in Luxemburg. In dem dreijährig geförderten Projekt werden auf drei Bio-Betrieben (Betrieb Mehlen in Manternach, Betrieb Emering in Sprinkange und Betrieb François in Hostert) und anhand eines Schauversuches am Versuchsstandort der LTA in Bettendorf unterschiedliche mechanische Beikrautregulierungsmethoden im Sojaanbau getestet, u.a. die Varianten Striegeln, Hacken mit und ohne Fingerhacken, eine Kombinationsvariante sowie Mischkultur von Soja und Leindotter. Unterstützt wird dieses Projekt durch ein drohnengestütztes Luftbildmonitoring. Die Wichtigkeit in dem regionalen Anbau dieser Eiweißpflanze, welche sich durch einen hohen Proteinanteil von etwa 40% und einem idealen Aminosäuremuster, essentiell in der Fütterung von Schweinen und Geflügel, auszeichnet, spiegelt sich auch auf politischer Ebene wieder. Mit der Unterzeichnung der Europäischen Soja-Erklärung im Jahre 2017 ist Luxemburg einer der Vorreiter sich gegen die Import-Abhängigkeit, mit allen einhergehnen ökologische und soziale Probleme, durchzusetzen und sich damit zu verpflichten, den regionalen Anbau von Soja und weiteren Eiweißpflanzen zu erhöhen.
Ziel des wissenschaftlichen Projektes ist es, die bestmögliche mechanische Beikrautregulierungsme-thode für den Sojaanbau ausfindig zu machen um somit eine nachhaltige und ressourcenschonende Eiweißproduktion in Luxemburg anzukurbeln und die Eiweißautarkie der Luxemburger Betriebe zu erhöhen. Finanziert wird das Projekt von der Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte und dem Ministère de l’Agriculture, de la Viticulture et de la Protection des consommateurs und unterstützt durch Sponsoring von Wolff-Weyland S.A..
Weitere Informationen: http:// ibla.lu/legutec


