Agrimax in Metz (F)

Vom 24. bis 26. Oktober 2018 fand in Metz die jährige Agrimax statt.

 

Mit über 2000 Tieren aus 12 verschiedenen Rassen, stammend aus 6 Regionen Frankreichs, Belgien und Luxemburg,  war es dieses Jahr eine besondere Edition, die sich sehr auf die Tierhaltung und Züchtung konzentrierte. Viele Besucher aus Nah und Fern fanden den Weg nach Metz und die Organisatoren gaben sich sehr zufrieden und warfen einen Blick auf 2019, wo sich mit dem SHOW OPEN GENISSES eine Rinderschau mit Tiere aus ganz Europe angekündigt hat.

Aus Luxemburger Sicht, waren es die Fleisch- und Milchrinderzüchter, die wie schon in den vergangenen Jahren mit ihren Tieren an den verschiedenen Wettbewerben teilnahmen.

 

Milchrinderwettbewerbe

 Seit fünf Jahren nehmen die Luxemburger Holsteinzüchter mittlerweile mit ihren besten Rindern und Kühen an der internationalen Schau in Metz teil. In diesem Jahr, war es nur der Betrieb Antimonium Holsteins aus Goesdorf, der mit Kühen antrat. Attert Holsteins, C-Sold, Rising Star und Holstein Bosseler reisten aus sanitären Gründen nur mit Jungrindern in die Grenzregion.

 Somit summierte sich das Luxemburger Kontingent in diesem Jahr auf rund 20 Tiere, die am Donnerstag und Freitag versuchten die Landesfarben Best möglichst zu vertreten. Um im Vorfeld eine Prognose hinsichtlich der Titelchance zu treffen, fiel sehr schwierig, da das Niveau der Schau von Jahr zu Jahr durch die Teilnahme mehrere Departements immer besser wird und die luxemburger Züchter waren im Vorfeld eher skeptisch was das Abschneiden an der Schau anging.  Konnten die Milchrinder in den letzten Jahren doch einiges an Titeln mit nach Hause bringen, so war der Siegesdruck in diesem Jahr hoch und schon bei der Ankunft mussten die Luxemburger mit den kritischen Blicken der französischen Konkurrenz rechnen. Zur großen Freude im Luxemburger Lager und relativ überraschend, gelang es dann letzten Endes doch wieder einmal im Ring zu glänzen und alle Siegertitel in den Rinderklassen zu gewinnen.

 Schon am Vorabend der Rinderschau gelang es Marylene Weis und Lynn Jemming ihre Klassen beim internationalen Vorführwettbewerb zu dominieren. Letzten Endes war es Marylene Weis aus Colpach, die durch ihre Ruhe und Geschicklichkeit den Richter Sebastien Toledo überzeugte und im Finale als Gewinnerin auserwählt wurde.

 In der jüngsten Rinderklasse war es die Power-Tochter Oreo von C-Sold Holsteins, die durch ihren Still und Knochenfeinheit vor der von Holstein Bosseler Limpach gezogene Impression-Tochter Gala gewinnen konnte. Neben mehreren Platzierungen in den ersten Rängen, konnte das Luxemburger Lager 3 weitere Klassensiege einfahren und somit waren im Finale der besten 12 Jungrinder 5 Tiere aus Luxemburg vertreten.

 Nun sollte die Stunde der Luxemburger schlagen und die Überraschung war perfekt. Richterin Martine Lambot aus Belgien wählte die Savior-Tochter Niki von Attert Holsteins als Gesamtsiegerin, Reservesiegerin wurde die Goldwyn-P-Tochter Aldesi von Antimonium Holsteins und Honorable Mention die Airintake-Tochter Anna von Holstein Bosseler Limpach. Aber damit nicht genug, den Rotbuntwettbewerb konnte von der bereits erwähnten Goldwyn-P-Tochter Aldesi von Antimonium Holsteins ebenfalls gewonnen werden.

 Mit diesem erfolgreichen Abschneiden hatte im Team Luxemburg keiner gerechnet und somit gelang es auf ein Neues an die erfolgreichen Vorjahre anzuknüpfen.

 

 Fleischrinderwettbewerbe

Durch die Limousin Zuchtbetriebe, Duhr, Majerus, Aubracbetriebe Urhausen, Thill, Braun sowie Blonde d’Aquitaine Betieb Koob war die luxemburger Flagge auch in den Fleischrinderwettbewerben vertreten. Jungzüchter Yannic Braun aus Bettange konnte sich als erste über einen Titel freuen. Er erreichte den internationalen Siegertitel mit seinem Aubrac Rind Minsk. Patrick Urhausen aus Gralingen sicherte sich mit seinem Aubrac Bullen Impact den internationalen Preis für den besten Altbullen. Der Limousin Bulle Jeunot-Z, im Gemeinschaftsbesitz von Duhr und Majerus, hollte sich ebenfalls den Titel internationaler Sieger bei den Altbullen. Die hornlose Kuh Joyce mit dem homozygot hornlosen Bullenkalb Oslo aus dem Betrieb Majerus, war die beste Kuh der Schau, und gewann verdient den Titel als internationale Siegerkuh. Luc Koob konnte ebenfalls einen 2. Preis in einer stark besetzten Blonde d’ Aquitaine Kategorie mit seinem Jungrind Mirabelle erreichen.

Insgesamt vier Siegertitel, acht Platzierungen unter den ersten drei in den Aubrac Kategorien sowie sechs Platzierungen unter den ersten drei in den Limousin Kategorien und zwei Preise als best bemuskelter Bulle war die Teilnahme an der Agrimax wieder mal eine Bestätigung dass die Luxemburger Fleischrinderzucht sich auf einem Top-Niveau befindet.