Quel limousine pour quel marché?

CONVIS und Limousin Lëtzebuerg gemeinsam mit dem Herdbook Limousin Belge luden alle Interessenten der Mutterkuhhaltung zu einer Reflexionstagung nach Wickringen ein

 

Am Samstag 15. Dezember lud CONVIS und Limousin Lëtzebuerg gemeinsam mit dem Herdbook Limousin Belge alle Interessenten der Mutterkuhhaltung zu einer Reflexionstagung nach Wickringen ein. Den rund 100 Teilnehmern aus Belgien, Frankreich und Luxemburg wurden Vorträge von mehreren Gastreferenten über zukünftige Herausforderungen der Zucht und Haltung von Fleischrindern präsentiert.

Gerry Ernst, Zuchtleiter bei CONVIS, stellte die Hornloszucht vor und zeigte auf, dass die Luxemburger Limousinzüchter mittlerweile sehr gute Mast- und Zuchtleistungen mit genetisch hornlosen Tieren aufzeigen können. In Luxemburg stellt sich ein leichter Trend zur Hornloszucht dar.

Von der Association Wallone de lélévage (AWE) ging Gilles Jonette, kurz auf die Leistungsdaten der belgischen Fleischrinderzüchter ein. Die AWE nutzte die Gelegenheit, um die Deckbullen, die am 16. Januar in Ciney (BE) zum Verkauf stehen, einzeln vorzustellen. Der Betrieb Majerus nimmt als einziger Luxemburger mit zwei heterozygot hornlosen Bullen an dieser Verkaufsauktion teil.

Vincent Rabeux, Verkäufer und Fütterungsberater von DUMOULIN, stellte den Gästen einige Fütterungsversuche, die in der Anstalt von DUMOULIN durchgeführt wurden, vor. Er wies immer wieder darauf hin, dass die Qualität des Grundfutters eine zentrale Rolle spielt und die Fleischproduzenten ihre Futterkosten pro erzeugtes Kilogrammfleisch im Auge behalten müssten.

Pierre Feipel von CONVIS, Sébastien Lagrafeuil französischer Limousinzüchter und Jean Van de Put ehemaliger Verkaufsleiter von DELHAIZE stellten einige Vermarktungslabels der drei Länder vor. Ausschlaggebend ist, dass die Bevölkerung im Moment ihren Fleischkonsum sehr eingeschränkt hat und, dass der BIO-Konsum eine immer grösser werdende Rolle spielt. In Zukunft wird ein eher frühreifes und kleineres Tier gezüchtet werden müssen, um die Absatzmärkte besser zu beliefern und wieder mehr Fleisch zu vermarkten.

Am Nachmittag hatten die Interessierten noch die Möglichkeit sich einige Zuchttiere der Familie Majerus im Stall an zu sehen und untereinander sich mit ihren Berufskollegen aus dem In- und Ausland auszutauschen.

 

 

 

 Sehr gut besuchte Fleischrindertagung in der renovierten Scheune der Familie Majerus aus Wickringen.