Limousintreff, General- und BLQ-Versammlung
Am 8.März fand in Reckange/Mersch auf dem Betrieb Steichen- Ferber der alljährige Limousintreff und die Generalversammlung, organisiert von den Limousinzüchter (ELBL) statt. Anschließend wurde von den Verantwortlichen von Convis die Jahresversammlung vom Fresserprogramm BLQ abgehalten.
Die Ansprache vom Präsident Marc Wagner, basierte sich auf die immer schwieriger werdende Situation bei der Wirtschaftlichkeit in der Fleischerzeugung. Die Betriebe seien immer mehr von den Beihilfen abhängig und es müsste ein Mindestpreis zustande kommen, der auch in schwierigen Zeiten nicht unterboten werden kann. Unteranderem wies der Präsident auf das extreme Futterjahr des vergangenen Jahres zurück. Frühe Verfütterung der Reserven, schlechte Maisqualität und die Trockenheit waren ausschlaggebend für die Resultate von 2018. Marc Wagner erwähnte auch das Motto „Gudd a gesond iessen maat Fleesch“ für die diesjährige Foire Agricole in Ettelbruck.
Der Aktivitätsbericht wurde vorgestellt von ELBL-Sekretär Roby Siebenaler. Das Jahr 2018 begann mit der 32.Jungviehausstellung im Januar. Danach folgte im März das Limousintreff in Stockem und eine „Soirée Limousin“ in Zusammenarbeit mit dem Luxemburger Wort. Im Juli, dann die Foire Agricole mit 118 Zuchttieren und einer Eliteauktion und am 21.September fand auf dem Betrieb Duhr die Presskonferenz mit dem Thema Zukunft der Mutterkuhhaltung statt. Das Jahr wurde dann abgeschlossen mit einem Seminar in der Zusammenarbeit mit den belgischen Kollegen, bei dem es um die Vermarktung von Fleisch ging. Außerdem wurden die internationalen Erfolge vom Sekretär vorgestellt. Zwei Zuchttiere gingen an eine ausländische Zuchtstation. Auch an den ausländischen Wettbewerben waren die Luxemburger Züchter vertreten. Unteranderem auf der Agrimax der Betrieb Majerus und Duhr und auf der Eurotier in Hannover die Züchter Duhr und Hilgert.
Änderungen im Vorstand
Die Mitglieder Robert Duhr, Guy Majerus, Paul Schumacher und Alain Majerus verließen den Vorstand und wurden durch die Kandidaten Jeanne Lux, Philippe Duhr, Ben Majerus und Marc Schmitz ersetzt. Der Präsident lobte die langjährige Arbeit der Ausgetretenen und wünschte dem neuen Vorstand viel Erfolg.
Eine Zukunft für die Mutterkuhhaltung?
Im Herbst gründete sich die Interessengemeinschaft der Fleischrinder die sich aus den Zuchtverbände der Rassen Blonde d’Aquitaine, Charolais und Limousin, der Landwirschaftkammer, Convis, der Vereinigung Vum Bauernhaff op den Dësch, der Intressegemeinschaft Lëtzbuerger Biofleesch, der Fleischrinder-Jungzüchter und der Erzeugergenosenschaft Naturfleesch zusammensetzt. Diese Vereinigung soll unter anderem als Ansprechpartner für die Medien gelten und Aktivitäten im Bereich Marketing und Image leisten. Am 21.September organisierte die Gemeinschaft schon eine Pressekonferenz wobei sechs verschiedene Jungzüchter sich einem Thema widmete. Diese 6 Jungzüchter stellten ihr Thema am Limousintreff erneut vor. Die Themen der Vorträge waren, Ist-Situation, historische Rahmenbedingungen, Imageprobleme, Regionalität im Kontext auf den Klimaschutz, Futterautarkie, Wirtschaftlichkeit und Unterstützungen von öffentlicher Seite.
BLQ-Jahresversammlung
Von den Convis-Verantwortlichen wurde die BLQ-Jahresversammlung organisiert. Gerry Ernst und Sven Cox stellten die Zahlen, die Auswertungen der Fresserproduktion und wichtige Parameter vor. Im Jahr 2018 waren 190 Betriebe am Programm beteiligt, wovon 19 Bio-und 17 Naturschutzfleeschbetriebe sind. Mit 2211 Fresser mit einem Durchschnitts Alter von 266 Tage, einem Durchschnitts Gewicht von 339kg und Tageszunahmen von 1137g konnte ein leichtes Plus gegenüber von 2017 notiert werden. Das neue Label Bio Green Beef produzierte 150 Jungrinder von 19 verschiedenen Betrieben mit Tageszunahmen von 1051g. Beim Naturschutzfleesch wurden 52 Angustiere geschlachtet. FRZ-Zuchtleiter Gerry Ernst stellt ein Vergleich bezüglich der betriebswirtschaftlichen Parameter Erstkalbealter, Zwischenkalbezeit und Kälberverluste dar.
Der Betrieb Steichen-Ferber
Zum Abschluss stellte Herr Steichen im Stall seine Fresserproduktion vor. Seine Herde umfasst 150 Tiere mit rund 60 kalbenden Kühe, wovon 40 im Herbst kalben und die übrigen im Frühjahr. Knapp 1200g (ohne zusätzliche Fütterung) sind die Tageszunahmen, 34 Monate das Erstkalbealter und der Kälberverlust liegt bei 5%.



