Ordentliche Generalversammlung des Groupements des Sylviculteurs a.s.b.l.
Zur Generalversammlung fanden sich zahlreiche Mitglieder, und Frau Ministerin Carole Dieschbourg sowie der Direktor der Natur- und Waldverwaltung Herr Frank Wolter, im LTA in Ettelbruck ein.
Die Organisation Lëtzebuerger Privatbësch (Groupement des Sylviculteurs a.s.b.l.) ist die Interessensvertretung der Privatwaldbesitzer in Luxemburg und umfasst ca. 2100 Mitglieder. Zu den Aufgaben zählen neben der kostenlosen Beratung die Planung und Organisation von Waldarbeiten, Weiterbildungsangebote, Informationsbereitstellung und die Waldzertifizierung nach PEFC. Das Ziel des Vereines ist es Waldbesitzer über eine nachhaltige Bewirtschaftung zu unterstützen um qualitativ mehr Ertrag zu erwirtschaften bzw. zukünftig bereit zu stellen, sowie Aufklärung und Information über Schutzgebiete und Habitatverbesserungsmaßnahmen, besonders in Natura2000-Gebieten, zu leisten.
Zur Generalversammlung 2019 fanden sich wieder zahlreiche Mitglieder, und Frau Ministerin Carole Dieschbourg sowie der Direktor der Natur- und Waldverwaltung Herr Frank Wolter, im LTA in Ettelbruck ein. Nach der Begrüßung von Präsident Hubert de Schorlemer präsentierte Georges Glesener die Tätigkeiten des vergangenen Jahres. 2018 war ein arbeitsreiches Jahr, es wurden Exkursionen organisiert, das Symposium, es gab Diskussionen um das Stauseeschutzgebiet, und auch das neue Naturschutzgesetz trat in Kraft.
Winfried von Loe präsentierte die Tätigkeiten des Service Technique. Insgesamt fanden fast 300 Beratungstermine im Gelände statt, wobei knapp die Hälfte Holzerntemaßnahmen betrafen. Im Laufe des Jahres konnten durch den Lëtzebuerger Privatbësch rund 2.000 Festmeter Holz mobilisiert werden. Wie jedes Jahr fand auch 2018 der Waldführerschein viel Anklang, was ein Zeichen für die Qualität dieser Weiterbildungsmaßnahme sein muss. Zusätzlich gab es noch mehrere Motorsägen- und Seilwindenlehrgänge und einen Pflanzlehrgang am Internationalen Tag des Baumes. Daneben bietet der Lëtzebuerger Privatbësch eine Zeitung, welche 5 mal im Jahr erscheint und eine wertvolle Informationsquelle für alle Waldinteressierten ist.
Anschließend wurden von Michel Dostert die neuen Aufgaben präsentiert, die im Rahmen der Konvention mit dem Umweltministerium erfüllt werden wollen. Im Mamertal konnten Habitatverbesserungsmaßnahmen umgesetzt werden, darunter eine Waldrandgestaltung auf 350m Länge sowie der Restaurierung eines Auwaldes. In Beckerich ergaben sich keine konkreten Maßnahmen, da die Bedingungen des Subsidienrèglements nicht erfüllt werden konnten. In Merscheid wollte man versuchen einen Seilkraneinsatz zu organisieren, da die Flächen es anboten, es konnte aber aufgrund der zu niedrigen Förderung (aus den Augen der Waldbesitzer), sowie der nicht-permanenten Erschließung nicht zu einem erfolgreichen Projekt abgeschlossen werden.
Als Verantwortlicher für die PEFC-Zertifizierung, hob Michel Dostert die Wichtigkeit dieser Kennzeichnung einer nachhaltigen Bewirtschaftung nochmals hervor. PEFC sichert den Zugang zum Markt beim Industrieholz, ist günstig und optimal an den Kleinprivatwald angepasst. PEFC bietet dem Waldbesitzer vor allem die Möglichkeit, nach außen hin zu zeigen dass eine nachhaltige Holznutzung betrieben wird. Nur so können weitere restriktive Nutzungseinschränkungen oder Flächenstilllegungen, auch im Privatwald, verhindert werden. Mittlerweile sind 38% des gesamten Luxemburger Waldes nach PEFC-Kriterien bewirtschaftet. Damit ist PEFC nicht nur das größte Zertifizierungssystem weltweit, sondern auch in Luxemburg.
Hubert de Schorlemer bedankte sich bei allen Mitarbeitern und Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit und beleuchtete die Forstwirtschaft aus der europäischen Perspektive.
Frau Ministerin Carole Dieschbourg und Frank Wolter, Direktor der Natur- und Waldverwaltung, gingen anschließend auf Fragen der Anwesenden ein. Frau Ministerin Dieschbourg versprach auch in Zukunft eine gute Kooperation auf partnerschaftlicher Basis mit dem Groupement, und gelobte ebenso eine Veränderung des Subsidenrèglements, damit nicht nur bei Windwurf, sondern auch bei Käferkalamitäten erhöhte Subsiden für die Pflanzung ausgezahlt werden können.
Mit einem Ehrenwein in geselliger Runde schloss der Abend ab.


