The Farmers´ Route

11. Generalversammlung des Weltbauernverbandes in Luxemburg

 

 

Auf Einladung der Baueren-Allianz fand die diesjährige Generalversammlung der „World Farmers‘ Organisation“ (WFO) in Luxemburg statt. Der WFO, mit Sitz in Rom vertritt rund 1,5 Milliarden Bäuerinnen und Bauern weltweit. Zu dieser bedeutenden Veranstaltung kamen vom 20. bis 23. Mai mehrere hundert Internationale Vertreter der Landwirtschaft nach Luxemburg.

Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Eröffnungsveranstaltung  im Parc-Hotel in Dommeldange. Der Präsident der Baueren-Allianz Camille Schroeder konnte dort, neben Premierminister  Xavier Bettel, Parlamentspräsident Fernand Etgen, Landwirtschaftsminister Romain Schneider, auch dem Präsident des WFO, Theo De Jager und viele hochrangige Vertreter verschiedener Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisationen der Vereinten Nationen, der Welthandelsorganisation, des Weltkomitees für Lebensmittelsicherheit und der Weltorganisation für Tiergesundheit begüßen.

 

150 Delegierte aus aller Welt

Unter den vielen Länderdelegationen konnte Theo De Jager dann auch einige neue Mitglieder des Verbandes willkommen heißen. Die Landwirtschaftsvertreter aus Antigua & Barbuda, aus Nepal, der Elfenbeinküste, aus Haiti und Burundi nahmen das erste Mal m Kongress Teil.

Alle Redner des Abends strichen die wichtige Bedeutung der Landwirtschaft für die Ernährung der Weltbevölkerung heraus. Xavier Bettel betonte, dass besonders der landwirtschaftliche Familienbetrieb zahlreiche Aufgaben in der Gesellschaft erfüllt, zu denen neben der Ernährungssicherung sicher auch die Leistungen für den Umwelt- und Klimaschutz zählen.

 

Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz

Unter anderem das Thema Klimawandel und Klimaschutz wurde auch von weiteren Rednern des Abends aufgenommen. In den Arbeitsgruppen, die sich an den beiden Tagen nach der Eröffnungsfeier trafen, war dieses Thema ebenfalls präsent. Nach dem Motto, dass die Landwirtschaft nicht Teils des Problems, sondern ein Teil der Lösung ist, wurden dort Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie die weltweite Landwirtschaft hier ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

 

Frauen-Power für die Landwirtschaft.

Der Präsident des WFO ging aber noch auf ein weiteres Thema ein, dass ihm sehr am Herzen liegt. Er nahm die Gelegenheit war, um einmal darauf zu reagieren, dass er von der Presse immer wieder gefragt wurde: „Wo sind die Frauen in Ihrem Verband“. Natürlich wirken in den vielen landwirtschaftlichen Interessenverbänden weltweit zahlreiche Frauen mit, viele auch in herausragenden Positionen. So werden beispielsweise die Bauernverbände aus Neuseeland, Australien, Großbritannien, Lettland, Polen, Frankreich und Belgien von einer Frau geleitet. Aber auch im Hintergrund gibt es viele Frauen, die sich für die Belange der Landwirtschaft einsetzten. Selbstverständlich spielen Frauen auch in den landwirtschaftlichen eine bedeutende Rolle. Wo werden in der EU 30 % der Betriebe von einer Frau geleitet. Um dieses Engagement einmal angemessen zu würdigen, hat sich der Weltbauernverband dazu entschieden, anlässlich der diesjährigen Generalversammlung 4 Frauen mit dem WFO-Award auszuzeichnen. Neben der Präsidentin des französischen Bauernverbandes Christine Lambert, der Präsidentin des ostafrikanischen Bauernverbandes, Elizabeth Nsimadala und der Präsidentin des neuseeländischen Bauernverbandes Katrin, Sarah Milne wurde auch die langjährige Präsidentin des MBR Lëtzebuerg Louise Frieseisen mit diesem bedeutenden Preis ausgezeichnet.

Neben der statuarischen Angelegenheiten einer Generalversammlung sollten die Teilnehmer auch einen Eindruck von Luxemburg erhalten. Daher wurde unter anderem Schengen mit dem Schengen Museum besucht. Zudem fanden Besichtigungen von landwirtschaftlichen Betrieben statt. Auf dem Programm standen Visiten im Betrieb Leider in Erpeldange, Emering in Sprinkingen sowie die Besichtigung der Luxlait-Molkerei.

 

 

 Vier Damen, darunter auch die Luxemburgerin Marie-Louise Frieseisen, wurden mit dem WFO-Award ausgezeichnet.